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Save the Date: "Die Stimme der Stadt" kommt nach Oberhausen

„Die Stimme der Stadt“ ist ein partizipatives Theaterprojekt, das in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens umgesetzt wird. Am Mittwoch, den 28. November 2019, werden zwischen 14 und 19 Uhr bei einer Veranstaltung im Ratssaal von Oberhausen zuvor gesammelte Geschichten der BürgerInnen Oberhausens szenisch aufgeführt.

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Vom 10. – 30. Oktober werden die Menschen aus Oberhausen bei Wochenmärkten in einem mobilen Tonstudio, der „Story Box“, die Möglichkeit haben, Geschichten beizutragen, die den Stoff für eine multimediale Performance liefern. Dabei fragen die Projektverantwortlichen nach persönlichen Erlebnissen, Kritik und den Wünschen für ein Leben in Oberhausen. Die dabei entstehenden Tonaufnahmen werden transkribiert und dramaturgisch aufbereitet. In einer fünfstündigen szenischen Lesung mit SchauspielerInnen, lokalen Chören und MusikerInnen wird der Ratssaal, ein Ort der Demokratie und Mitbestimmung, zur Bühne für die Stimmen der Stadtbevölkerung.

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Die Kölner Künstlerin Pia Janssen wird die Theater- und Musikperformance als Vielstimmigkeit der Bürgerschaft Oberhausens anleiten. In Ergänzung und als Gegenstück zu den individuell-realen Erlebnissen der BürgerInnen wird die Schauspielerin Aischa-Lina Löbbert im Stück zudem eine überpersönliche Autorität vermitteln. Ihre Rolle basiert auf einem Text, den die Theaterautorin Bettina Erasmy aus Recherchen im Stadtarchiv und aktuellen politischen Fakten entwickelt. Ihre Stimme provoziert, verführt, klagt an und hinterfragt kritisch alle Autoritäten. Der Klangkünstler Hannes Strobl wird anhand von gesammelten Geräuschaufnahmen aus Oberhausen (‚Field Recordings‘) in Verbindung mit seinem E-Bass eine – je nach Stimmung im Saal – spannungsreiche Atmosphäre erzeugen.

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„Die Stimme der Stadt“ initiiert einen Dialog zwischen den Interviewten, den Engagierten (Vereine, und andere Institutionen) und dem Publikum. In Zusammenarbeit mit der Freien Universität Oberhausen wird das Stück inhaltlich um Themen und Fragen zu „Heimat und Vielfalt“, „Wer ist die Stadt?“, „Wer spricht denn da?“ erweitert.


Zitat Pia Janssen (Regisseurin): „In Zeiten, in denen eine heterogene Gesellschaft von Teilen der Bevölkerung in Frage gestellt wird, versteht sich „Die Stimme der Stadt“ als ein Möglichkeitsraum der gegenseitigen Verständigung. Wir wollen den Raum, an dem sonst der Stadtrat, in Vertretung der Bevölkerung, Anliegen der Stadt verhandelt, mit BürgerInnen und ihren Geschichten füllen und ihn so zum Meinungs- und Erinnerungsraum der Menschen Oberhausens machen.“

Projektpartner: Stadt Oberhausen, Theater Oberhausen, Interkultur Ruhr, kitev e.v., Freie Universität Oberhausen, Evangelisches Blasorchester Oberhausen, Mopperchor, Lara Schuhmann

Projektförderung: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, LVR- Landschaftsverband Rheinland, Kunststiftung NRW, NRW Stiftung

Kooperationspartner ist der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der mit dem Projekt die innovative Architekturvermittlung fördert.